• © Nationalpark Berchtesgaden
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Lebensraumansprüche der Gämse

Gämsen besiedeln verschiedene alpine Lebensräume entlang eines Höhengradienten, der von Felsspaltengesellschaften über alpine Matten bis zum montanen Waldgürtel reicht. Als eine der wenigen großen Säugetierarten haben Gämsen auch im dichtbesiedelten Mitteleuropa noch einen ganzjährigen, natürlichen Lebensraum. Durch die zunehmende touristische und sportliche Nutzung der Alpen ist dieser Lebensraum aber inzwischen einer Vielzahl von Einflüssen ausgesetzt und seine Lebensraumeignung entsprechend eingeschränkt. Die damit verbundenen Auswirkungen können zu Einstandsverlagerungen des Gamswildes in den montanen Waldgürtel führen und so das Verjüngungspotential der Bergmischwälder beeinträchtigen.

 

Vor diesem Hintergrund waren z.B. folgende Fragen von Interesse: Wie nutzen Gämsen ihren Lebensraum? Welche jahres- und tageszeitlichen Nutzungsmuster lassen sich feststellen? Wie lässt sich die Habitatwahl von Gämsen charakterisieren? Wie reagieren Gämsen auf anthropogene Störungen? Wie groß ist der Einfluss von Gämsen auf die Waldverjüngung? Wie lassen sich die Gamsbestände im Nationalpark Berchtesgaden erfassen etc.

 

Aus den erzielten Projektergebnissen sollte ein Managementkonzept erstellt werden, das Konfliktbereiche zwischen den Habitatansprüchen der Gemse sowie menschlichen Aktivitäten und Nutzungsansprüchen minimiert. Eine ausführliche Darstellung des Projekts findet sich in der BfN-Schriftenreihe "Angewandte Landschaftsökologie" (Heft Nr. 35) unter dem Titel "Lebensraumansprüche der Gämse in Wechselwirkung zu Waldentwicklung und Tourismus im Nationalpark Berchtesgaden", die im Landwirtschaftsverlag bezogen werden kann (Bestellservice: service@lv-h.de).

 

Projektdurchführung und Ansprechpartnerin im Nationalpark:

Anette Lotz

 

Weitere Informationen:



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